Wissenswert

Mobiles Surfen: Wodurch das meiste Datenvolumen verursacht wird

Immer mehr Menschen gehen nicht mehr stationär ins Internet, sondern nutzen Lösungen für mobiles Surfen. Allerdings ist sich nicht jeder bewusst, welche Anwendung wie viel Datenvolumen verursacht. Angesichts der Speed-Drosselungen seitens der Anbieter ist das aber nicht ganz unwichtig.

Videos und Streamings verursachen das meiste Datenvolumen

Der Siegeszug der Angebote für mobiles Surfen geht unaufhaltsam weiter – nicht zuletzt deshalb, weil die Preise sinken. Doch fast alle Anbieter drosseln ihre Zugänge, wenn ein bestimmtes Datenvolumen erreicht ist. Deshalb ist es sinnvoll zu wissen, welches Surfverhalten welche Traffic-Konsequenzen hat. An erster Stelle zu nennen wären Videos und Webradio-Streamings, die verbrauchen häufig zwischen einem und zwei MB pro angefangener Minute, manchmal sogar mehr. Videos sind der häufigste Grund dafür, warum das mobile Netz inzwischen arg an seine Grenzen gerät.

100 MB Datenvolumen Infografik: Was man mit 100 MB Datenvolumen anfangen kann.© E-Plus

Auf mobiles Internet optimierte Seiten verursachen weniger Datenvolumen

An zweiter Stelle ist das Aufrufen von Webseiten zu nennen, die nicht für die mobile Nutzung optimiert sind. Für die Startseite eines Online-Magazins wie Spiegel.de (erreichbar unter m.spiegel.de) kann durchaus auch ein MB anfallen. Zum Vergleich: Für die mobile Nutzung zugeschneiderte Webseiten ziehen nur rund 200 kb pro Seite. Auch für den Videoaufruf über die mobile Version von Youtube beispielsweise gilt, dass dabei merklich weniger Volumen anfällt, man kann von etwa der Hälfte des sonstigen Verbrauchs ausgehen – pro Minute YouTube fallen über die Webversion etwa 2 bis 3 MB an, in der Mobilversion (erreichbar unter m.youtube.de) nur rund 1 MB. Etwas weniger Traffic fällt an, wenn man einfache Blogs anschaut, die weniger bebildert sind und nicht mit Bewegttechniken arbeiten. Solche Seiten schlagen etwa mit 500 KB zu Buche.

Auch Uploads verursachen Datenvolumen

Interessant zu wissen ist auch, was zum Beispiel das Aufrufen einer Fahrplanauskunft oder der Kauf eines Tickets “kostet”, wenn man die mobile Version der Bahn-Webseite (erreichbar unter mobil.bahn.de) oder einer Fluggesellschaft nutzt. Dafür fallen gut 50 kb an. Gleiches gilt für die mobile Version von Facebook – auch hier ist zu bedenken, dass die normale Version gleich wieder mehr zieht (etwa 300 kb). Der mobile Twitter-Aufruf verbraucht etwa 20 kb gegenüber 400 kb in der Webversion; das Lesen einer E-Mail ohne Datenanhang etwa 10 kb. Hängt an der Mail ein Foto, fällt natürlich erheblich mehr Volumen an.

Das sollte auch bedacht werden, wenn man selbst Daten verschickt, etwa ein Urlaubsbild per E-Mail. Je nach Größe kann alleine dafür schon mehr als ein MB auf dem Datenverbrauchskonto stehen.