
E-Plus (BASE) LTE mit späterem Start
E-Plus – mit der Marke BASE auf dem deutschen Mobilfunkmarkt vertreten – geht bei LTE einen etwas anderen Weg als die übrigen drei Mobilfunkunternehmen. Während Vodafone, die Deutsche Telekom und o2 bereits die ersten Tarife vermarkten, ist E-Plus (BASE) LTE noch nicht so weit. Zunächst einmal investierte E-Plus deutlich weniger Geld in die LTE-Frequenzen und ging bei der Versteigerung in einem wichtigen Frequenzbereich sogar leer aus. Man entschied sich, zunächst auf andere Techniken zu setzen, bei denen kein kostspieliger technischer Umbau nötig ist und bei denen es vor allem auch schon die nötigen Endgeräte gibt.
E-Plus LTE kommt nun wohl doch
Dennoch hat E-Plus LTE nicht abgeschrieben. Perspektivisch möchte auch E-Plus mit seiner Marke BASE in den LTE-Markt einsteigen. Parallel werden bereits etablierte Techniken weiter ausgebaut, was ebenfalls zur Breitband-Versorgung der sogenannten “weißen Flecken” ohne schnelles Internet beitragen soll. E-Plus hat den Vorteil, dass der Ausbau dort erfolgen kann, wo es dem Unternehmen sinnvoll erscheint, während die LTE-Frequenzen um 800 Megahertz zwingend im ländlichen Gebiet zuerst ausgebaut werden müssen. Auch E-Plus (BASE) LTE wird in Zukunft aber wohl auf den Markt kommen. Immerhin stehen für E-Plus LTE die ersteigerten Frequenzbereiche um 2,6 Gigahertz zur Verfügung.
Pilotprojekt für E-Plus LTE Anfang 2011
Auf dem Mobile World Congress kündigte E-Plus in Zusammenarbeit mit den chinesischen Unternehmen China Mobile und ZTE einen LTE Feldtest an. Dieser wurde bereits Ende 2010 geplant und 2011 in verschiedenen Frequenzbereichen durchgeführt. Dafür wird der so genannte TD LTE-Standard genutzt, der etwas anders funktioniert als die bereits bestehenden LTE-Netze der anderen Anbieter. Auch wenn E-Plus LTE anders funktionieren wird und später auf den Markt kommt, sind kommerzielle Angebote für E-Plus LTE wohl nur noch eine Frage der Zeit.

