Frequenzbündelung

LTE-Funkzelle erreicht 225 Mbit/s

Seit dieser Woche sendet auf dem Telefónica-Gebäude am Münchner Georg-Brauchle-Ring eine LTE-Funkzelle mit Daten-Übertragungsraten von bis zu 225 Megabit pro Sekunde. Vodafone realisiert die gleiche Geschwindigkeit in Dresden.

LTE Ausbau© weha / Fotolia.com

München/Dresden/Düsseldorf (red) - Telefónica nutzt ebenso wie Vodafone eine neue Technik, die auch als Grundlage für den LTE-Nachfolgestandard dient: LTE Carrier Aggregation ist einer der Hauptbestandteile von LTE Advanced. Dabei nutzt das Endgerät zwei verschiedene Trägerfrequenzen gleichzeitig. Die Übertragungsraten werden durch die Bündelung von Frequenzen im 2,6-GHz-Bereich und im Bereich um 800 MHz erreicht.

Erste Endgeräte im kommenden Halbjahr

Telefónica nutzt für LTE Advanced LTE-Geräte der Kategorie 6. Das seien bisher noch keine fertigen Smartphones oder USB-Sticks, sondern Prototypen von Huawei, welche die Größe eines Taschenbuchs haben. Erste handelsübliche Cat-6-Geräte für Endkunden will der Hersteller aber schon im nächsten Halbjahr präsentieren. Auch die verwendete Netztechnik für das Erreichen der 225 Megabit pro Sekunde stammt von Huawei. Das chinesische Unternehmen ist ebenfalls Technologiepartner von Vodafone.

Schneller Mobilfunk in Dresden

Vodafone (www.vodafone.de Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können. Partnerprogramme haben keinerlei Einfluss auf unsere redaktionelle Berichterstattung, Preise oder Platzierungen in Tarifrechnern.) wiederum hat rund um die Technische Universität Dresden Geschwindigkeiten von bis zu 225 Megabit pro Sekunde im Mobilfunknetz erreicht. Hier am Vodafone Lehrstuhl für Mobile Kommunikation wurde vor rund fünf Jahren auch der Grundstein für das Vodafone LTE-Netz gelegt. Auf rund 30.000 Baustellen, an denen mehr als 1.000 Techniker deutschlandweit arbeiten, soll in den kommenden 24 Monaten nahezu jede Komponente in den bundesweit mehr als 23.000 Basisstationen ausgetauscht oder modernisiert werden, so Vodafone. Voraussichtlich ab Anfang 2014 soll es dann auch erste mobile Router und Surfsticks geben, mit denen LTE-Advanced in ausgewählten Großstädten zu nutzen ist.

o2 ermöglicht Anrufe über LTE

Anrufe über VoLTE sind bereits an mehreren LTE-Basisstationen von o2 (www.o2-online.de Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können. Partnerprogramme haben keinerlei Einfluss auf unsere redaktionelle Berichterstattung, Preise oder Platzierungen in Tarifrechnern.) möglich. Sie gehören zu demselben Live-Netz, das auch die Kunden von o2 nutzen. Ab Dezember wird voraussichtlich auch der Handover, bei dem Telefongespräche ohne Unterbrechung von LTE in die 2G- oder 3G-Netze von o2 übergeben werden, funktionieren. Man muss dafür das richtige VoLTE-Endgerät haben und als Nutzer freigeschaltet sein. In den kommenden Wochen werden Mitarbeiter aus dem Netzwerkbereich die neue Technik unter Realbedingungen erproben.