Im Auge behalten

Roaming: Unterschiede zwischen EU und dem Rest der Welt

Roaming rückt immer erst dann in den Fokus, wenn Daten nicht mehr im gebuchten Mobilfunknetz empfangen werden. Verlangt der Mobilfunkanbieter in einem solchen Fall zusätzliche Gebühren, spricht man von Roaming-Kosten - wenn es sich um Gebühren für mobiles Internet im Ausland handelt, dann spricht man von Datenroaming-Gebühren.

Roaming-Gebühren fallen während eines Aufenthaltes im Ausland an, wenn das "heimische" Netz des eigenen Anbieters verlassen wird. Dabei lässt sich noch zwischen Kosten im EU-Ausland sowie im Rest der Welt unterscheiden. In der Regel können sich Kunden gegen ungewolltes Roaming im Ausland schützen, indem sie auf die entsprechende Einstellung im System des Handys zurückgreifen. Deaktiviert man den Datenzugang, kann man ungewollte finanzielle Belastungen in Form von (Daten-)Roaming vermeiden.

Roaming in der EU und weltweit: das sind die Unterschiede

Die Kosten für Roaming bzw. Datenroaming im Auge zu behalten ist auf der gesamten Welt wichtig. In der Folge sehr hoher Rechnungen bei manchem Kunden hat sich eine gesetzliche Höchstgrenze von 60 € durchgesetzt. Diese gilt auf der gesamten Welt. Die EU geht allerdings noch einen Schritt weiter und begrenzt sogar die Kosten für 1 MB. 53,5 Cent stellten bis dato die Grenze dar. Mittlerweile hat die Europäische Union diesen Wert gesenkt, so dass nun maximal 24 Cent pro verbrauchtem MB ausgegeben werden müssen. Die Roaming-Kosten in allen anderen Teilen der Welt können damit zum Teil weitaus höher ausfallen. Deshalb gilt es, vor allem auf anderen Kontinenten besonders achtsam beim (Daten)-Roaming zu sein, wenn mobil telefoniert, SMS geschrieben und gesurft werden soll.

LTE AuslandBei Roaming-Gebühren gilt es, gerade außerhalb der EU ein Auge auf die Handy-Nutzung zu haben.© contrastwerkstatt / Fotolia.com

Roaming-Gebühren beim Discounter

Roaming haben sich auch die zahlreich auf dem Markt vertretenen Discounter auf die Fahnen geschrieben. Allerdings muss an dieser Stelle festgehalten werden, dass jene nicht immer den preiswertesten Tarif zu bieten haben. Außerhalb der EU sind die Preise generell hoch und mit den wenigen Cent in Deutschland, Frankreich und Co. nicht zu vergleichen. Wer explodierende Kosten im nicht-europäischen Ausland kategorisch ausschließen möchte, der greift auf Prepaid-Tarife zurück. Mit einer Prepaid-Karte für das jeweilige Urlaubsland surft man im Mobilfunknetz des jeweiligen Landes und umgeht damit die hohen Roaming-Gebühren. Eine Übersicht über Prepaid-Karten für zahlreiche Länder gibt es auch auf Mobiles-Internet-im-Ausland.de.

Erwähnt werden muss aber, dass Nicht-EU keineswegs gleich Nicht-EU ist. Vielmehr unterscheiden sich die Kosten pro MB von Land zu Land, so dass es sogar möglich ist, in den USA und Kanada mit verschiedenen Roaming-Kosten rechnen zu müssen. Die Ausgaben für (Daten-)Roaming lassen sich demnach vor allem im EU-Ausland gut kontrollieren und in Grenzen halten, während in der restlichen Welt achtsam agiert werden sollte.