Pilotprojekt

Telekom baut 4G aus - LTE ab 2011 verfügbar

Die Telekom löscht "weiße Flecken" auf der Breitbandkarte Deutschlands: In immer mehr Gebieten ohne DSL-Versorgung richtet sie LTE-Stationen ein, damit Kunden auch hier Highspeed-Internet erleben und nutzen können.

Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

LTE steht für Long Term Evolution, die Technik der 4. Mobilfunkgeneration (4G). Beim LTE-Ausbau setzt der Konzern seine anspruchsvolle Netzplanung termingerecht um, bis zum Jahresende sind rund 500 4G-Stationen betriebsbereit.

Pilotkunden können LTE testen

Ab 1. Dezember 2010 können rund 200 ausgewählte Kunden 4G ausprobieren -also rasant surfen, mailen, downloaden sowie komfortabel Videostreams genießen oder per Webkonferenz zusammenarbeiten. Genutzt wird dafür der neu entwickelte Router Speedport LTE, der WLAN unterstützt und damit den Kunden die Einrichtung eines eigenen drahtlosen Netzwerkes ermöglicht. Die Pilottests finden in Brandenburg in den Regionen Lychen, Wittstock, Kyritz und Ziesar statt und in Baden-Württemberg in den Räumen Alpirsbach, Munderkingen und Ochsenhausen. Der 4G-Vermarktungsstart ist für den April 2011 vorgesehen. Call&Surf Comfort via Funk, das attraktive 4G-Tarifangebot für weiße Flecken, lässt sich bereits ab Jahresbeginn 2011 buchen.

Schnelles Internet für Orte ohne DSL

Insgesamt will die Telekom bis zum Jahresende 2010 in Deutschland mehr als 1000 Orte ohne Breitband-Anbindung für den Zugriff auf das schnelle Internet erschließen. Hiervon werden etwa 500 Orte mit 4G versorgt, die weiteren mit anderen Funk- oder Festnetztechnologien wie UMTS oder DSL und Glasfaser. Im Festnetzbereich erfolgt die Versorgung überwiegend in enger Kooperation mit den Kommunen. Auch in den folgenden Jahren wird die Telekom den Netzausbau in bislang unzureichend versorgten Gebieten systematisch fortsetzen und bereits 2011 weitere 1000 weiße Flecken mit 4G erschließen.

Grundlage des 4G-Netzausbaus ist neben der innovativen LTE-Technik die Verfügbarkeit zusätzlicher Frequenzspektren. Bei einer Frequenzauktion der Bundesnetzagentur hat die Telekom dafür im Mai 2010 aus der sogenannten digitalen Dividende Funkfrequenzen aus den Bereichen 800 MHz sowie 1,8 GHz und 2,6 GHz ersteigert. In den weißen Flecken kommt die LTE-Technik im 800 MHz-Spektrum zum Einsatz. LTE800 ermöglicht es, eine Gebiet mit einem Radius von rund zehn Kilometern um die Mobilfunk-Basisstation abzudecken. Damit ist daher eine effiziente Breitbandversorgung ländlicher Räume mit vergleichsweise wenigen Stationen möglich. Daneben ergänzt LTE auf Basis der höheren Frequenzen optimal UMTS/HSPA, den Mobilfunkstandard der dritten Generation (3G) und wird die maximal erreichbaren Bandbreiten netzweit nochmals deutlich erhöhen.