Höhere Downlinks

Ericsson: 5G für höhere Datenraten im LTE-Netz

Ericsson setzt eine 5G-Technologie schon jetzt in LTE-Netzen ein. Durch die Verringerung von Interferenzen erhöhen sich die Downlink-Raten um bis zu 50 Prozent.

LTE-Ausbau© Sikov / Fotolia.com

Stockholm – Der schwedische Netzwerkausrüster Ericsson forscht mit Hochdruck an dem LTE-Nachfolger 5G, dessen Einführung für 2020 geplant ist. Die bislang entwickelten neuen 5G-Technologien lassen sich trotz der noch ausstehenden Verabschiedung des 5G-Standards teils schon heute in bestehenden LTE-Netzen verwenden. Das Unternehmen stellte am Donnerstag beispielsweise eine proprietäre Lean Carrier-Lösung vor, die Interferenzen bei der Signalisierung zwischen Funkzellen reduzieren kann. Positiver Effekt für Kunden: Auf aktuellen LTE-Geräten sollen sich die Downlink-Datenraten um bis zu 50 Prozent verbessern.

Ericssons Ultra-Lean-Design-Konzept bereits in Südkorea im Einsatz

Ericsson setzt dabei auf das sogenannte Ultra-Lean-Design-Konzept, das erstmals in LTE-Netzen realisiert wurde. Die Lean-Carrier-Technologie von Ericsson komme bereits in tausenden Funkzellen des südkoreanischen Betreibers SK Telecom zum kommerziellen Einsatz – sowohl in städtischen Bereichen als auch in ländlichen Regionen. Durch die Reduzierung von Interferenzen lassen sich zudem auch in Outdoor-Makro-Netzen höhere Datenraten erzielen. Das neue 256 QAM-Kodierungsverfahren könne in einem größeren Bereich eingesetzt werden, daher werde die Nutzbarkeit von 256 QAM um bis zu 280 Prozent gesteigert.

"Als LTE im Jahr 2008 entwickelt wurde, handelte es sich um eine ebenso leistungsstarke wie zukunftsorientierte Technologie, die wir jetzt mit bedeutend mehr Intelligenz versehen haben", erläutert Per Narvinger, Leiter des LTE-Produktbereiches bei Ericsson. "Netze, die per Software-Upgrade mit der Ericsson Lean Carrier-Funktion ausgestattet werden, bieten LTE-Smartphone-Besitzern ein verbessertes Nutzungserlebnis", so Narvinger weiter.