UMTS-Vorläufer

GPRS: Aus der Geschichte des Mobilfunks

GPRS steht für General Packet Radio Service. Dabei handelt es sich um einen Übertragungsdienst, der auf dem GSM-Standard aufbaut. Das bestehende Mobilfunknetz wird somit gleichzeitig als Datenübertragungsnetz und Sprachübertragungsnetz verwendet. Überall dort, wo man mit einem herkömmlichen Handy Empfang hat, ist auch GPRS verfügbar. Heute wird GPRS eher als Ärgernis wahrgenommen, da man schnellere Mobilfunkstandards gewohnt ist.

Wie funktioniert GPRS?

GPRS gilt als Wegbereiter des mobilen Internets und ist eine Vorstufe der UMTS-Technik. Bei GPRS werden die Informationen in kleine Pakete zerlegt, welche dann übertragen und vom Empfänger wieder zusammengesetzt werden. Somit nutzt diese Übertragungstechnik die optimale Bandbreite im Handynetz.

Wie schnell ist GPRS

Mit GPRS können Geschwindigkeiten von bis zu 110 kbit/s erreicht werden. Das entspricht in etwa der doppelten ISDN-Geschwindigkeit. Diese Geschwindigkeit reicht zum E-Mails-Abrufen oder für das Surfen auf einfachen Webseiten. Diese optimale Geschwindigkeit von 110 kbit/s wird allerdings nur dann erreicht, wenn gerade niemand in der Funkzelle telefoniert. Die Geschwindigkeit wird dann nämlich herabgesetzt und so kann es vorkommen, dass eine Übertragung der Daten sehr lange dauert. Wenn man Daten per GPRS versenden möchte, sollte man dies nachts oder in den frühen Morgenstunden tun.

TabletGPRS bietet Geschwindigkeiten von bis zu 110 kbit/s

GPRS: Vorsicht, Drosselung!

GPRS ist vielen Smartphone-Nutzern ein Begriff, weil sie damit konfrontiert werden, wenn es um die Drosselung des Internetzugangs geht. Wer mit seinem Gerät flott über HSDPA oder LTE im Netz unterwegs war und sein gebuchtes Datenvolumen aufgebraucht hat, der wird auf GPRS-Geschwindigkeit heruntergebremst. Das bedeutet für den Nutzer, dass er im Schneckentempo surfen muss, bis die nächste Abrechnungsperiode beginnt oder er Highspeed-Volumen nachbucht. Viele der Funktionen eines modernen Smartphones können mit GPRS nicht oder nur mit großer Mühe und Geduld genutzt werden, zum Beispiel das Anschauen von Videoclips.

Mobiles Internet

HSDPA macht GPRS schneller

HSDPA ist ein Protokoll-Zusatz für GPRS, mit dem Download-Geschwindigkeiten von bis zu 7,2 Mbit/s erreicht werden können.

HSDPA
Web n Walk

HSUPA: Das Pendant zu HSDPA

Das Gegenstück zu HSDPA ist HSUPA: Während das erstgenannte zum Download dient,werden mittels HSUPA Dateien versendet.

HSUPA